Warum?
Als Reaktion auf ritmans Gedankenblasen in “trend?” …
Ja, Recht hat er. Es wird zum Trend, es wird zum “cool sein” ein Jahr ins Ausland zu gehen. Jeder 2. war entweder als Austauschschüler oder nach dem Abi irgendwie weg. Zumindest Westdeutsche. Sorry, aber es ist Fakt, dass in den alten Bundesländern die Eltern solche Trips eher finanzieren können als hier. Nicht, dass sich das nicht langsam ändert und die Schere auch im sogenannten “Osten” weiter aufgeht. Aber das ist ein anderes Thema.
Klar gehen viele weg, weil sie nicht wissen, was sie nach dem Abi studieren sollen, oder weil sie es sowieso geschenkt bekommen. Oder aus beiden Gründen. Manche sind aber eben neugierig und wollen einfach mehr sehen. Und das ist, glaube ich, in Ordnung. Man sollte sich nur nicht als etwas besonderes betrachten, bloß weil man eine Weile im Ausland gelebt hat. Mit Heimatliebe hat das auch wenig zu tun. Natürlich liebe ich meine Heimat, aber meine Neugier ist größer. Es gibt mehr als Leipzig. Und ich möchte es sehen. Ich habe nichts gegen Menschen, die in der Heimatstadt bleiben, so lange sie die Augen offen halten und wissen, dass es mehr als den eigenen 200-km-Radius gibt. Ich bin froh gegangen und etwas anderes gesehen zu haben, freue mich aber wieder auf Deutschland.

