Archive for März, 2007

ihr seit doch alle top-shop-individualisten..

ich muss aufmucken, ihr schweine..

das ist lali, wenn sie nicht weiß, dass sie fotofiert wird.. im scala, wenn ich mich recht erinner
null

und damit ich mich auch mal zu erkennen geb:
null

auf pseudo philosophische beträge könnt ihr lange warten..
oder bis mir langweilig wird.. deswegen bin ich ja bloß hier.. wenn ich es fertig bringe am freitag was zu schreiben.. dann bin ich stolz auf mich.. genauso stolz wie ich jetzt auf mein neues heroinloch bin

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gefangen in der tragik des elektronischen daseins

soho, ich melde ich mich auch zu wort, schon allein um lali ein ’scheiße, jetzt muss ich auch mal wieder’ gefühl zu vermitteln.

an alle, die sich letzten freitag mit mir als (nicht ganz überzeugenden fähigkeit als ) gastgeberin zufrieden geben mussten, möchte ich noch einmal sagen:

als ich am samstag morgen ( 7 am ) nach unten gestolpert bin, befand sich auf dem beigen sofa ein eingetrockneter rotweinfleck.. ich muss ganz ehrlich zugeben, das war ein bisschen zu viel klischée für mich.. aber dank vanish oxygen ist alles wieder toll. ( das kissen ist jetzt sauber, der rest des sofas aber nicht.. mhh.. )

und außerdem ist der freezer irgendwie im arsch..

mir ist langweilig, ich find blog schreiben doof, ich will nur böse kommentare abgeben ( also martin schreib mal was ), und außerdem muss ich jetzt meiner befriedigenden tätigkeit als au pair nachgehen und kochen.. mist

poppy z- brite for president:

“It’s nothing to do with mortality but it’s to do with the great beauty of the colour of meat.” So said Francis Bacon, an artist of the twentieht century, explaining why he painted scenes of gore and squalor. While admiring his sentiment, I would also postulate that Bacon’s appreciation fpr the colour of meat made him a connoisseur of the very mortality he pretendet to eschew.

I consider myself a connoisseur of mortality. While my millions of brethren and sistren chew, chew, chew their way through whatever offal comes along, inexorable but mindless, I preserve my energies for the sweetest meat: the carcass agonizing death. Meat crisped alive by fire, meat sliced open by steel, meat with a bullet in its gut.

Here in the slaughterhouse, I dine well.

aus “IN VERMIS VERITAS”

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Starbuckish

Die Firma für die ich arbeite heißt Starbucks. In Deutschland mehr Mythos aus amerikanischen Serien als Realität wird es hier fasst schon als Plage angesehen. In Downtown Vancouver gibt es sogar zwei an einer Ecke.
Um also einmal einen kleinen Einblick in meinen Alltag zu geben: 1971, wenn ich mich recht entsinne, gegründet, hat Starbucks vor allem Ende der Neunziger einen Riesenaufschwung erhalten. Bis dahin gab es die Coffeeshops nur in Nordamerika und auf einmal sind sie überall. Fernziel sind weltweit 30000 Filialen… kann man sich gar nicht vorstellen. Mich persönlich stört daran, dass das eigentliche Kaffeetrinken mit Freunden schnell zum Kaffeeholen, zur Normalität, zum Alltag wird. In Deutschland laufen wir kaum mit Papierbechern durch die Gegend, hier tut es jeder zweite. Bald allerdings wird sich diese “Kultur” auch in der Heimat durchsetzen. Dabei behalten auch die Getränke ihre englischen/amerikanischen Originalnamen und den hohen Kaloriengehalt sowieso. Trotzdem hat die Firma eine Philosophie, ein Ziel, eine Idee und das ist es, was mich fasziniert. Der Gründer ist jetzt noch Chef. Der amerikanische Traum sozusagen. Doch obwohl wir Europäer immer über dieses “gute Ende” in Hollywoodfilmen lachen hat es hier seine Faszination, wenn man feststellt, dass es auch wahr werden kann. Außerdem lerne ich nicht nur Dinge über Kaffee, ich kann auch, wenn ich die Augen offen halte viel über eine rein kapitalistische Firma lernen. Klar führen Unternehmen soziale Maßnahmen nur durch, um damit die Angestellten bei Laune zu halten und nicht zur Revolution, oder schilmmer noch, zur Konkurrenz zu bringen. Aber diese Maßnahmen sind trotz allem äußerst effektiv. Gesundheitsversicherung, Bildungsmaßnahmen, gegenseitiger Respekt und nicht zuletzt Aktienanteile, die schon einige Mexikourlaube finanziert haben, sind nicht zu verachten und machen das Leben leichter. Wir leben nicht mehr in einer Welt, in der jeder kleine Kassierer sein Leben verloren hat. Wir sind in einer Welt angekommen, in der jeder dieselben Rechte wie sein Chef hat. Und das ist gut. Ich fühle mich nicht wie bei McDonalds, und selbst die haben mittlerweile wahrscheinlich eine soziale Unternehmensführung. Ich bin bei Starbucks und dem Kaffee hier zu Hause angekommen. Das freut mich. Wollte ich nur mal los werden.

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Plastikland.

Weil Frau Sonnenanne gerade so in Blogstimmung ist, greift sie die frühere Frage nach dem Erzählen über Kanada mal auf. Also sie schildert natürlich nur so in subjektiven Ansätzen wie sie das hier empfindet. Erhebt sozusagen keinen Anspruch auf Vollständigkeit/ “Richtigkeit”.

Kanada ist grundsätzlich ein sehr schönes Land, mit sehr schöner Landschaft. Vancouver ist hier wiederum eine sehr schöne Stadt, vor allem im Sommer. Im Winter zu meiden, da es eigentlich nur regnet. Und keine Stadt ist bei Regen schön. So mit Pazifik und Rockys direkt nebenan hat man hier aber alles was man braucht.

Die Kanadier, wie ich sie bis jetzt erlebt habe gibt es nicht. Denn, wir erinnern uns, Kanada/Nordamerika ist ein Einwandererland. Wenn ich also sage ich sei aus Deutschland erzählt mir jeder zweite von seinem deutschen Vater, seiner deutschen Tante oder dass er in “Nurnburg” geboren wurde. Jaja, ein Mischlingsland. Das ist allerdings sehr schön, vor allem weil man hier kaum über Rassismus redet sondern Toleranz einfach lebt und den Schwarzen auf der Straße nicht ganz erstaunt anguckt. (Wenn allerdings bei Starbucks mal wieder n Haufen Asiaten kurz vor Ladenschluss reinkommen, 20 Minuten auf die Menütafel starren und dann doch nur wieder zur Kasse kommen und “callamel makkiatooooo - toll seiz” sagen - dann wird manchmal meine Toleranz überstrapaziert. Besonders wenn sie dann weitere 10 Minuten nach dem passenden Wechselgeld suchen. Manchmal.)

Um das Schreiben dieses Posts einfacher zu machen werde ich trotzdem weiter von “den Kanadiern” sprechen. Die Kanadier sind der Legende nach (ich war noch nicht in den Staaten) ein wesentliches Stückchen schlauer als die Amerikaner und legen wert auf den Unterschied zwischen beiden. Denn sie hassen George Bush. Ansonsten sind sie allerdings politisch nicht weiter ernsthaft engagiert/interessiert, es sei denn sie haben es als Hauptstudienfach.
Kanadier sind außerdem daran gewöhnt, für College und Krankenhaus Millionen zu zahlen und gucken dich mit großen Augen an, wenn du sagst, dass das in Deutschland noch ohne Gebühren ist. Sie haben eine sehr große Jobauswahl und wechseln ihre Berufe des Öfteren, kündigen ohne große Sorgen und finden neue Stellen, denn die Arbeitslosenrate ist hier so tief wie zuletzt in den 60ern.

Sie sprechen dich in jedem Supermarkt und an jedem Hauseingang mit “hi, how are you”/”how´s it going?” an und erwarten keine ehrliche Antwort. Ein friedliches Leben führst du mit einem “good and you?” das man auch zu “not bad” abwandeln kann, um zu zeigen, dass es doch nicht sooo gut geht. Aber eigentlich kämpft jeder für seinen Traum und verwirklicht ihn auch irgendwann.

Kanadier fahren 2 Blocks (5 Minuten zu Fuß) mit dem Auto und schützen das Klima durch Recycling überall. Sie gehen zum Abendessen öfters in ein Restaurant, geben dort grundsätzlich mindestens 10 Prozent Trinkgeld und rauchen nach dem Essen nur sehr selten eine Zigarette und wenn, dann bestimmt nicht am Tisch, sondern draußen auf dem sogenannten “patio”. Sie haben auch kein Problem mit 10 bis 20 Dollar Eintritt in ganz normale Clubs, die 2:30 Uhr zu machen und horrenden Gebühren fürs Fitnessstudio, dass sie natürlich regelmäßig aufsuchen.

Ansonsten ist neben Politik und Religion auch Sex sehr oft ein Tabuthema. Nun, jedem das seine.

Kanadier sind des weiteren ein sehr erwachsenes Volk. Ziehen mit 18 zu Hause aus, erarbeiten sich Geld, erst angeblich fürs Studium, später einfach nur weil Arbeit Spaß macht und heiraten des Öfteren bevor sie 30 sind.
Insgesamt sind die Kanadier ein sehr freundliches, ehrliches, etwas oberflächlisches aber liebes Völkchen, das man nur gern haben kann. So wie man eben die kleine süße 13-jährige Nichte lieb hat. Aber eigentlich redet man lieber mit dem gleichaltrigen Bruder.

P.S.: ernsthaft, ich mag es hier gar sehr. Nur als dauerhaftes Auswanderland könnte ich mir Kanada nicht wirklich vorstellen. Darum ging es mir unter anderem in diesem Post.

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Die Freiheit stinkt nach Knoblauch.

Weil es ein amüsantes Textstück ist, hier einmal der Auszug aus einer Rundmail zum Thema eigenes Leben. Damals, so im November, habe ich parallel zu Starbucks noch in einer riesengroßen, schmutzigen Lagerhalle gearbeitet und dort Kisten gestapelt. Tolle Arbeit. Die bin ich zum Glück los. Andere Sachen verhalten sich auch mit neuen Mitbewohnern ähnlich *schmunzelt*…
Klein Sonnenanne wohnt ja bekanntlich in einer WG.
Mit Hitomi (Japan), Laura (Mexiko) und Wylsi (Brasilien). Eigentlich könnten wir fast schon Polis spielen. Na egal.
Man stelle sich vor, einen Achtstundenlangeweiletag hinter sich zu haben, trotz Langeweile tun Fuesse weh und ja, man stinkt, weil Lagerhalle, weil Schweiß, kommt nach Hause und will einfach nur schlafen oder duschen.
Doch, freu, Mensch, endlich mal Besuch, und das gleich noch n Mexikaner und ne Brasilianerin, soll heissen, die vier Südlaender besetzen die Küche und räuchern die Bude mit Knoblauch zu *hmmm* so viel leckerer als Schweiß oder gerade die Mischung??? - Ich geh nicht weiter in Details ein. Anne duscht und geht zu Starbucks arbeiten, n Gingerbreadloaf hält dank besetzter Küche als Abendessen her.
Umschalten auf Tag 2: selbe Ausgangssituation, nur die noch dringendere Notwendigkeit einer Dusche und die Freude den ganzen Tag über darauf.
Und weil ich ja nur zwischen halb sieben und halb acht zu Hause bin, hat sich Wylsi entschieden Punkt 18:30 das Bad zu betreten und bis ca. 19:14 nicht heraus zu kommen. Soviel zum Thema Hygiene und Sauberkeit. Heute hat Anne zwar Dinner (wer hätte das gedacht: Pasta^^) aber ist dafür Gott um so mehr für die Erfindung des Deos dankbar, sonst müsste sie bei Starbucks stinken. Doch, nochmals Gott sei dank, auch Nachtschichten bei Starbucks sind zeitlich begrenzt und so kommt man todmüde gegen eins nachts zu Hause an, 12 bis 14 Stunden Arbeit hinter sich. Und stellt fest: Der Ausfluss im Küchenwaschbecken ist verstopft. Und das Algenkraut der Japanerin und die Nudeln von Mexikanerin und Brasilianerin tummeln sich fröhlich im Wasser des Waschbeckens. Hmpf. Ich leg mich schlafen, nicht ohne den Geschirrspüler anzustellen, damit ich auch ja am nächsten Morgen ne geflutete Küche hab, weil ja Waschbecken und Geschirrspüler denselben Abfluss haben. Hatte ich kurzzeitig nicht bedacht…
Morgens Notiz: Kueche geht nich. Abends finde ich Notiz und sehe: Kueche geht. Aber bitte das Geschirr waschen bevor man es in den Geschirrspüler tut - HÄÄ??? Gut, machen wir.
Wer auch immer von euch gedacht hat, internationale Bude und Kanada und alles - hey, das ist doch der Traum von Freiheit… die Freiheit stinkt nach Knoblauch. Trotzdem und immer noch und immer wieder und deswegen bin ich noch zufrieden und froh, ich wollte ja im Wasser baden und kaltes Wasser ist sowieso meine Leidenschaft.

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*gähnt* Vorstellen. Man ist ja wer^^

Moin,
den Blog braucht kein Mensch aber der Mensch braucht den Blog. Unter dem Motto schreib ich mir nun mehr oder minder regelmäßig Emotionen und Gedanken von der Seele, weil ich mir einbilde, dass das einige Mitmenschen unterhält. Ich, eine der Autorinnen, befinde mich zur Zeit in Vancouver, Kanada, wo ich für Starbucks als Shift Supervisor arbeite. Bis Ende April bin ich noch hier, danach gehts auf in den Urlaub: 2 Wochen Mexiko, 2 Wochen Kuba und 4 Wochen Nordamerika, Ostküste. Zurück in der Heimat (Leipzig) bin ich erst am 26. Juni. Und hierzu wurde ich vom bösen Admin gezwingt!!!

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