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Interview mit Simone Nürnberg - North Carolina

Simone Riedl (aus der Nähe von Nürnberg)

Au Pair in den USA von März 2007-März 2008 - in Colorado und North Carolina

1. Was hat dich dazu bewegt eine Au Pair Zeit einzulegen?

Ich kannte jemanden, der auch schon vor ein paar Jahren Au Pair war und seitdem habe ich ständig darüber nachgedacht und dann wollte ich es eigentlich schon mit 16 Jahren in Angriff nehmen, aber da war ich leider noch zu jung. Wie ich dann endlich meine Ausbildung beendet hatte, bot sich die perfekte Möglichkeit für mich, da ich es liebe zu reisen und sehr gerne mit Kindern umgehe.

2. Hast du alles selber organisiert oder bist du mit einer Organisation unterwegs?

Ich hatte eine Agentur.

2.1 Falls ja, welche Organisation?

Ich war bei Cultural Care Au Pair. (www.culturalcare.de)

2.2 Wie zufrieden bist du mit der Arbeit dieser Organisation?

Ich denke, dass Cultural Care eine sehr gute Agentur ist und ich habe mich immer sehr aufgehoben und beraten gefühlt. Die Mitarbeiter sind nett und ich finde, dass ich gut auf mein Jahr als Au Pair vorbereitet wurde.

3. Wieso möchtest du gerade in diesem Land (Stadt) wo du dich gerade aufhältst Au Pair sein?

Ich wollte schon immer mal nach Amerika. Natürlich darum, weil es eines der größten, mächtigsten und vielfältigsten Länder ist.

4. Wie gut kommst du mit deiner Au Pair Familie klar?

Ich hatte eigentlich zwei Familien. Ich hab nach einem halben Jahr von Colorado nach North Carolina gewechselt. Mit meiner ersten Familie habe ich mich nicht total schlecht verstanden, da ich ja schließlich ein halbes Jahr bei ihnen war, aber es konnte natürlich besser sein. ich denke wir haben einfach nicht zusammen gepasst.

Mit meiner zweiten Familie in North Carolina habe ich mich dann super verstanden. Sie hatten zwar 4 Kinder und es war immer recht hecktisch, aber wir waren immer ein gutes Team und die Kinder waren zuckersüß.

5. Wie groß ist dein Zimmer?

Mein Zimmer bei meiner ersten Familie, war ein ziemlich normal großes Zimmer von ca. 6×6 Metern.

Das Zimmer bei meiner zweiten Familie war da schon etwas kleiner. Was um die 3×3 Meter. Am Anfang war es dann schon etwas erdrückend, aber nach ein paar Tagen, hatte ich mich daran gewöhnt und irgendwann hatte ich es dann richtig lieb gewonnen auch mit der Tatsache, das es überhaupt keinen Kleiderschrank hatte und bei mir alles am Boden lag.

5.1 Ist es eher luxuriös oder spärlich eingerichtet?

Mein erstes Zimmer hatte ein wunderschönes Kingsize Bett, in das ich jeden Abend sehr gerne versunken bin. Die Möbel ansonsten waren jetzt nicht mehr der Hit, da sie alles für das erste Au Pair gekauft haben und ich ja schon das zehnte war. Dafür hatte ich einen super Wandkleiderschrank mit Spiegeltüren. Einen Fernseher und ein Telefon hatte ich auch.

Mein zweites Zimmer war wie ich angekommen bin, nichtmal möbeliert. Da ich das erste Au Pair meiner Familie war und sie noch nicht wirklich vorbereitet waren, hatte ich ein älteres kleines Bett und noch zwei ältere Möbelstücke vom Dachboden. Das Zimmer hat auch keinen Kleiderschrank gehabt. Es war ein Zimmer, das meine Gastmutter zuvor als Büro nutzte. Nach einiger Zeit habe ich dann einen Kleiderschrank zum lagern mit Reissverschluss bekommen, den meine Gastmutter bei Ikea oder so bestellt hatte, aber der ist leider zusammen gebrochen, zweit Monate später. Am Anfang habe ich mich schon gewundert, aber dann habe ich alles lieb gewonnen. Ich hatte auch einen Fernseher, ein Telefon und später ist dann einen Computer dazu gekommen.

6. Gab es schon Probleme mit deiner Familie? Wie hast du sie gelöst?

Mit meiner ersten Familie gab es da natürlich Probleme, die wir leider nicht wirklich lösen konnten, deshalb hatte ich ja auch den Wechsel. Wobei unsere entstandenen Probleme, die zum Wechsel geführt haben, wohl dann eher an unseren Persönlichkeiten gelagen haben. Natürlich hatten wir auch kleinere Probleme über die wir dann auch gesprochen haben und zusammen haben wir versucht sie zu lösen, nur da wir ja schon allgemein nicht wirklich miteinander konnten, war das natürlich umso schwerer und dann ist da auch recht viel auf der Strecke geblieben.

Bei meiner zweiten Familie war es dann natürlich nicht ganz so schlimm. Wir sind meistens immer recht gut miteinander ausgekommen, da die Chemie einfach auch stimmte. Da sie mich aber als ihr erstes Au Pair hatten, waren wir dann schon öfter beide mal ratlos und haben uns gegenseitig ausgeholfen, was zu einem viel besseren Endergebnis führt. Wir haben natürlich auch umso mehr miteinander geredet und da sind nicht wirklich allzu viele Missverständnisse entstanden.

7. Wie viel Au Pair Gehalt bekommst du?

In meinen ersten Au pair Monaten habe ich um die 137 Dollar bekommen, dann wurde es ca. in der Mitte meines Jahres auf 157.95 Dollar erhöht.

8. Wie alt sind die Kinder auf die du aufpasst?

In meiner ersten Gastfamilie hatte ich zwei Kinder mit 7 und 10 Jahren.

In meiner zweiten Familie hatte ich 4 Kinder mit 1, 3, 8 und 13 Jahren.

9. Hattest du Heimweh?

Am Anfang war ich eigentlich viel zu aufgeregt um an so was zu denken und da war´s ja auch noch nicht ganz so lange gewesen. Aber dann als erst einmal alles zum Alltag wurde, dann hatte ich schon etwas Heimweh. Wobei es nicht wirklich so schlimm war, dass ich daran gedacht habe, nach Hause gehen zu wollen. Die meiste Zeit hatte ich keines aber dann am Ende ist es wieder stärker geworden, weil man natürlich mehr an Zuhause gedacht hat und mit den Vorbereiten für die Rückkehr beschäftigt war.

9.1. Falls ja wie hast du dieses Heimweh verarbeitet?

Meistens habe ich es allein verarbeitet. Ich habe immer daran gedacht, wie es wäre wenn ich mich wirklich das ganze Jahr selbst damit nerven würde, ständig an Zuhause zu denken und daran, vielleicht abzubrechen. Aber dann dachte ich immer an all die Zeit und Mühen und Geld, die ich in das Vorhaben gesteckt habe, und dass es eben immer mein Traum war und dass ich das jetzt durchziehen werde da es meine einzige Chance ist und ich nicht mehr in der Art zurück könnte. Ich wusste, ich hätte mich natürlich auch selbst enttäuscht, wenn ich es nicht geschafft hätte. Das wollte ich mir nicht für immer vorwerfen.

Natürlich haben mir da auch meine Familien und Au Pair Freunde sehr weiter geholfen. Immer wenn ich wieder mit meinen Freundinnen weg war oder ich einen rießen Spaß mit meinen Kindern hatte, dachte ich daran, wie schön es doch ist.

10. Wie schnell haben sich deine sprachlichen Fähigkeiten weiterentwickelt?

Am Anfang ging es doch etwas langsamer, da ich eben nicht wirklich mit meiner ersten Familie geredet habe und ich etwas frustriert war wegen der ganzen Situation in der ich mich befand. Am schnellsten ging es, wenn ich mit meinen Au Pair Freunden geredet habe, da die meisten ja Frauen waren und die reden ja bekanntlich nicht wenig. Nach ca. drei Monaten hatte ich dann mein flüssiges Reden erreicht, bei dem ich nicht wirklich allzu viel nachdenken musste über die Worte die ich sagen wollte.

Aber jetzt würde ich mich schon als perfekt in Altagssituationen und auch darüber hinaus einschätzen. Natürlich lernt man in der Sache nie aus.

11. Was stört dich am meisten?

Mich hat nie wirklich irgendwas furchtbar gestört. Natürlich gab es da einige Frustrationen am Anfang mit meiner ersten Gastfamilie und die Weise, wie mein Gastvater öfter mal mit mir umgesprungen ist. Die kleineren Fehler meiner Situationen hatte ich öfter übersehen, da das für mich alles zum “Erfahrungen sammeln“ dazu gehört hat. Wobei ich mir in meiner zweiten Au Pair Gruppe, etwas geselligere Au Pairs gewünscht hätte.

12. Was findest du am schönsten?

Am schönsten finde ich wirklich die Tatsache, dass ich die Chance bekam für ein Jahr in Amerika zu leben. Überhaupt einfach dort zu sein, ohne mal an die kleinen Problemchen zu denken. Ich hatte super Au Pair Freunde und einen tollen LCC in Colorado. Auch wenn ich Probleme hatte mit meiner ersten Familie, habe ich die Zeit in dem schönen Staat Colorado sehr genossen. Da ich ja bei meinem Wechsel sehr besorgt darüber war, dass ich wieder eine nicht passende Familie bekommen könnte, habe ich mich dann umso mehr gefreut, das ich doch eine perfekte 2. Gastfamilie bekommen habe, in der ich mich sehr wohl gefühlt habe. Die Kinder waren einfach zum Fressen süß und mir hat es sehr viel Spaß gemacht mich mit ihnen zu beschäftigen. Ich hatte auch wieder eine wirklich tolle Freundin in North Carolina, mit der ich fast alles gemacht habe.

13. Würdest du deiner Au Pair Familie deinen Freunden / Freund/in vorstellen?

Wenn ich einen Freund gehabt hätte, dann hätte ich ihn natürlich vorgestellt. Meine Gasteltern waren immer sehr verständnissvoll und kompromissbereit, was sich natürlich in verständlichen Grenzen gehalten hat. Meine normalen Au Pair Freunde und Bekanntschaften habe ich natürlich nicht alle mit nach Hause genommen, aber einige sind schon mal rüber gekommen und alle waren eigentlich immer sehr kontaktfreudig.

14. Wie viel Freizeit hast du?

In meiner ersten Gastfamilie hatte ich etwas mehr Freizeit. Ich hatte eigentlich jedes zweite Wochenende ganz frei und die anderen Wochenenden musste ich dann bloß an entweder Samstag oder Sonntag nur ein paar Stunden arbeiten, da die Eltern ausgehen wollten. Unter der Woche habe ich dann früh gearbeitet um die Kinder fertig für die Schule zu machen und habe sie zur Schule gebracht. Danach hatte ich etwa 6 Stunden am Vormittag frei bis um ca. 3 uhr rum. Wenn ich die Kinder abgeholt hab, dann arbeitete ich meistens noch bis zwischen 18 und 20 Uhr.

Bei meiner zweiten Gastfamilie wars dann schon etwas stressiger. Die zwei älteren Kinder hatten jeden Tag Schule bis 2:30 und 4 Uhr rum und die zwei Kleinen hatten jeden zweiten Tag Kindergarten in der Früh, was mir erlaubte ca. 6 Stunden Freizeit zu haben. An den anderen 3 bis 4 Tagen der Woche musste ich dann meistens den ganzen Vormittag arbeiten und hatte dann nur die 3 Stunden Mittagsschlaf der Kinder frei und dann ging es wieder weiter bis zum Abend. Meine Gastmutter hat es schon immer so geregelt, dass ich keine Überstunden mache, aber öfter hat sie dann schon mal einen Ausgleich dafür geben müssen.

15. Wie gefallen dir die Essgewohnheiten deines Au Pair Landes? (Schmeckt das Essen & Trinken, wie teuer ist es etc. )

Man sagt ja immer, dass Amerika das Land der Übergewichtigen ist, was natürlich auch stimmt und dass es fast nur Fastfood gibt ect. Aber da ich ein sehr gesunder Esser bin, habe ich mich auch über die Auswahl der gesunden Sachen gefreut. In meinen Gastfamilien gab es eigentlich immer gutes und sogar manchmal richtig gesundes Essen. Fastfood ist zwar jetzt nicht so kulinarisch wie das Essen in Italien und Frankreich, aber eben eine Kultur für sich.

Im Großen und Ganzen hat mir das Essen immer sehr gut geschmeckt (mit Ausnahmen) und da in Amerika sowieso alles billiger ist als in Deutschland hat mir das Einkaufen, nicht nur von Essen, sondern allgemein immer sehr viel Spaß gemacht.

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Interview mit Luisa

Heute gibt es das 2. Interview diesmal mit der Luisa die sich gerade in London aufhält sonst aber in Helferskirchen wohnt. Sie schreibt über viele Dinge die man beachten muss. Lest es euch durch! :)

  1. Was hat dich dazu bewegt eine Au Pair Zeit einzulegen?

Ich wollte schon immer einmal für eine gewisse Zeit ins Ausland gehen und bin ein großer London-Fan. Dann hat es sich natürlich zeitlich angeboten nach dem Abi für ein Jahr wegzugehen, sozusagen eine „Pause“ bis zum Studium. Für die Arbeit als AuPair habe ich mich entschieden, da ich erstens Kinder mag und auch schon immer viel bei Kinderfreizeiten, Zeltlagern etc. mitgeholfen habe und zweitens AuPair neben Work&Travel, etc. die mit Abstand billigste Variante des Auslandsaufenthaltes war.

  1. Hast du alles selber organisiert oder bist du mit einer Organisation unterwegs?

Ich habe mich an eine Agentur gewand, da das wesentlich besser ist als ohne. Die Vermittlungsgebühr ist ziemlich gering (ca. 200€), dafür bekommt man gute Familien vermittelt, Hilfe bei der Organisation, Einladungen zu AuPair-Treffen etc., Hilfe im Ausland, Hilfe bei Problemen mit der Familie und vieles mehr.

Ich kann auf jeden Fall nur davon abraten den Auslandsaufenthalt ohne eine Agentur zu planen, da man vor der Abreise viele Unterstützung und Informationen bekommt, und im Ausland auch Hilfe wenn es mal zu Problemen mit der Gastfamilie kommt. Wenn es dann mit der Gastfamilie gar nicht mehr klappt, kann man an eine andere Gastfamilie vermittelt werden. Ohne Organisation sitzt man dann im Flugzeug nach Hause.


Falls ja, welche Organisation?

iSt (www.sprachreisen.de)

Wie zufrieden bist du mit der Arbeit dieser Organisation?

Sehr zufrieden, ich wurde gut informiert.

Allerdings, andere Agenturen haben andere Vermittlungsstrategien, welche auch nicht schlecht sind. Trotzdem bin ich mit meiner Agentur sehr zufrieden.

  1. Wieso möchtest du gerade in diesem Land (Stadt) wo du dich gerade aufhälst Au Pair sein?

Ich finde Grossbritanien ziemlich interessant, da, obwohl Grossbritanien ein Teil von Europa ist, sich doch extrem zu den anderen Staaten der EU unterscheidet.

Ich wollte schon immer mal nach London, da London einfach voller Leben und verschiedener Kulturen ist. Man kann hier so vieles entdecken. Ausserdem ist London das totale Gegenteil zu meinem kleinen Heimatdorf ;-)

  1. Wie gut kommst du mit deiner Au Pair Familie klar?

Eigentlich komme ich mit meiner Gastfamilie sehr gut klar, da meine sie sehr nett sind und ich eigentlich auch sehr umgänglich. So kommen wir gut miteinander aus. Dennoch muss ich gestehen, das das Verhältnis zu meiner Gastmutter (sie ist alleinerziehend, also es gibt keinen Gastvater) und der großen Tochter noch immer sehr steif ist, auch nach zwei Monaten. Das mag aber auch daran liegen, dass ich beispielsweise meine Gastmutter fast gar nicht sehe, da sie den ganzen Tag arbeitet und wenn sie dann mal da ist, habe ich frei, und dann bin ich in meinem Zimmer oder mit Freunden weg. Aber es wird immer besser.

  1. Wie groß ist dein Zimmer?

3 x 3 Meter

Ist es eher luxeriös oder spärlich eingerichtet?

Großes Bett, Schrank, Schreibtisch, Stuhl, zwei kleine Lampen, Zeitungsablage, Spiegel, zwei Bilder, Heizung und kleines Fenster mit Gardinen. Ich würde sagen es ist eher spärlich eingerichtet, aber viel mehr als die aufgezählten Dinge passen auch nicht in mein Zimmer. Ausserdem habe ich noch ein eigenes Bad. Also, alles in allem, ganz ok.

  1. Gab es schon Probleme mit deiner Familie? Wie hast du sie gelöst?

Also im Großen und Ganzen gab es noch keine Probleme mit meiner Familie. Wenn ich etwas falsch mache, sagt meine Gastmutter es mir und dann versuche ich es das nächste mal richtig und besser zu machen. Als Tipps kann ich nur sagen, immer wieder entschuldigen, nachfragen und richtig zuhören!

  1. Wie viel Au Pair Gehalt bekommst du?

£70 die Woche. Ich bin aber auch Au Pair Plus.

  1. Wie alt sind die Kinder auf die du aufpasst?

Ich muss auf zwei Jungs (7 und 10) aufpassen. Es gibt war noch ein 13 jähriges Mädchen, aber ich muss nicht mehr auf sie aufpassen.

  1. Hattest du Heimweh?

Also gerade in dem ersten Monat hatte ich fürchterliches Heimweh, da ich mit meiner Gastfamilie in Amerika war und da niemanden kennenlernen konnte. Ich hab nächtelang geheult, mich immer wieder gefragt warum ich den ganzen Unsinn eigentlich mache, wie ich auf die Idee kam ein ganzes Jahr nach England zu wollen, weg von allem Vertrauten.


Falls ja wie hast du dieses Heimweh verarbeitet?

Es hilft nicht pausenlos mit der Familie und Freunden von zu Hause zu telefoniern. Ich hab meine Familie am Telefon weinen gehört und das hat mich noch mehr runtergezogen. Am besten man reduziert die Telefongespräche am Anfang auf einmal in der Woche. Ein besserer Weg sind Emails.

Und dann gibt es nur eins: Rausgehen, Leute kennenlernen, was unternehmen, sich ablenken. Als ich von Amerika wiederkam, bin ich direkt auf AuPair-Treffen gegangen, hab da andere AuPairs kennengelernt, mit dennen ich dann was unternomen habe. Es ist vor allem gut wenn man Gleichgesinnte trifft, also andere AuPairs, denn so kann man über seine Gefühle und Probleme bezüglich Ausland, Heimweh, Gastfamilie sprechen. Das hat mir wahnsinnig geholfen.

  1. Wie schnell haben sich deine sprachlichen Fähigkeiten weiterentwickelt?

Da ich ja den ersten Monat in Amerika verbracht habe, wo ich keine Gelegenheit hatte, irgendein anderes AuPair kennenzulernen (geschweige denn ein deutsches), habe ich einen Monat pausenlos NUR Englisch gesprochen.

Da meine Kids ja nun auch nicht mehr so klein sind, reden sie ziemlich viel mit mir. Das bedeuted, ich muss auch wirklich den ganzen Tag Englisch reden.

Ein weiterer Punkt ist, das mir meine Gastmutter empfohlen hat viel in Englisch zu lesen. Ich bin nun Mitglied in der Bücherrei und 500 Seiten-Wälzer sind kein Problem mehr für mich.

Dadurch hat sich mein Englisch enorm verbessert. Schon nach dem Amerika-Monat war mein Englisch unglaublich flüssig geworden und mein Wortschatz hat sich, durch das viele Lesen, nach zwei Monaten mindestens verdreifacht.

  1. Was stört dich am meisten?

Ein Punkt der mich wirklich stört, ist das es praktisch keine Trennung zwischen Arbeitsplatz und Zuhause gibt. Selbst wenn ich frei habe, habe ich das Gefühl ich müsste etwas arbeiten. Ich denke, aber das legt sich noch mit der Zeit.

  1. Was findest du am schönsten?

Schön finde ich, wie schnell die Kinder zu mir Vertrauen fanden und wie sie mit mir reden oder spielen. Das sie kommen und mich zum Abschied drücken oder ich auch mal ein Küsschen auf die Wange bekomme. Das ist einfach nur total süß.

  1. Würdest du deiner Au Pair Familie deinen Freunden / Freund/in vorstellen?

Ich denke schon das meine Eltern/Freunde mich mal besuchen kommen und dann werde ich sie meiner Gastfamilie vorstellen.

  1. Wieviel Freizeit hast du?

Ich habe praktisch von 8:30 bis um 16:00 frei, dann wieder ab 21:00. Allerdings muss ich in meiner freien Zeit die Küche, Esszimmer, Zimmer der Kinder, Bad der Kinder und mein eigenes Zimmer sowie Bad sauber halten und die Wäsche machen. Dann habe ich noch an zwei Tagen die Woche Sprachschule. Somit geht meine freie Zeit ziemlich schnell jeden Morgen rum.

Das Wochenende habe ich meistens auch frei, allerdings muss ich gelegentlich auch mal am Wochenende auf die Kids aufpassen.

  1. Wie gefallen dir die Essgewohnheiten deines Au Pair Landes? (Schmeckt das Essen & Trinken, wie teuer ist es etc. )

Na ja, das Essen in England ist schon „different“. Das hier die Kartoffelschale mitgegessen wird finde ich wiederlich, die meisten Salatdressings auch. Zum Frühstück Pencakes finde ich einfach nur ungesund, ganz zu schweigen von dem Weissbrot. Käse essen sie dagegen sogut wie nie. Sprudelwasser würde meine Gastfamilie nie anrühren, ich musste mich auf stilles Wasser umstellen. Das Fleisch essen sie ohne Sosse, was mir zu trocken ist. Da hilft nur Ketchup. Dann wird den ganzen Tag nur Snacks gegessen, um halb 7 abends oder meistens noch später dann ein riesiges Dinner. Die Essenszeiten finde ich fürchterlich. Das meistens auch nicht mit allen zusammengegessen wird finde ich unfamiliär. Den einzigen Punkt den ich bei dem Essen in meiner Gastfamilie befürworte ist, dass es zu jedem Essen ein Gemüse oder Salat gibt.

Auswärts Essen ist schon besser, doch teuer ohne Ende. Aber okay, das mag wohl an London liegen. Bezahlbar ist das Essen an Marktständen oder Restaurantketten wie McDonalds, BurgerKing, Pizzahut, etc.

Allgemein Essen zu kaufen, ist teuer, doch, wie schon gesagt, das liegt an London.

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Interview mit Eva

Lieber Aupair-Blog.de Leser, heute startet die Interview Reihe. Den Anfang macht die Eva die sich gerade in Südafrika aufhält. Meiner Meinung nach ist es sehr informativ und gibt einen ersten Überblick über das Au Pair Leben in Südafrika.

1. Was hat dich dazu bewegt eine Au Pair Zeit einzulegen?

Ich bin sehr ineressiert daran verschiedene Laender und ihre Kulturen kennenzulernen. Da ich mein Fachabi nun
bestanden habe und normalerweise studieren sollte, habe ich mir aber gedacht, mich meinem Ziel (Traum), viele
Laender dieser Welt zu bereisen ein Stueck naeher zu bringen und als Au-Pair im Ausland zu arbeiten. Ich denke es ist
eine gute Methode ein fremdes Land kennenzulernen. Danach geh es natuerlich weiter mit Auslandsstudium

2. Hast du alles selber organisiert oder bist du mit einer Organisation unterwegs? 2.1 Falls ja, welche Organisation? 2.2 Wie zufrieden bist du mit der Arbeit dieser Organisation?

In diesem Falle habe ich alles selbst organisiert. Damals, als ich in Amerika war hatte ich eine Organisation, was meiner
Meinung nach auch sehr praktisch war, da man sogar die Fluege bezahlt bekommen hatte und vor Ort eine Betreuerin
hatte, falls es Probleme gab. Sogar ein Familienwechsel war moeglich. Diesmal habe ich meine Familie ueber Au-Pair
World im Internet kennengelernt. Man erstellt sich ein Profil, ebenso wie die Familien. Dann kann man sich gegenseitig
emails schreiben und so, eine geeignete Familie finden. Was Versicherung und Flug betrifft, ist dann die Aufgabe des
Au-Pairs. Und die Absicherung, das es eine gute Familie ist, hat man in diesem Falle leider auch nicht. Man muss halt
gut aufpassen, vielleicht auch oefter mit der Familie telefonieren um sie einfach besser kennenzulernen. Aber eine
Absicherung, dass es die perfekte Familie ist hat man nicht.

3. Wieso möchtest du gerade in diesem Land (Stadt) wo du dich gerade aufhälst Au Pair sein?

Eigentlich hat sich das einfach so ergeben. Fuer mich stand von Anfang an fest, ich will in die Ferne. Raus aus
Deutschland, Weg von Europa. Also hab ich nach Familien gesucht, ausserhalb Europas. Es waren mehrere Familien aus
China , Japan , Thailand , ja sogar aus Australien(was ja wirklich nicht zu verachten ist)Aber dann hat mir Megan
geschrieben. Suedafrika, Kapstadt. Ich hab einfach gedacht, das ist es. Da will ich hin. Ich denke, einfach auch weil es
was anderes ist. Es ist kein Industrieland wie Amerika oder Australien. Es ist nunmal Suedafrika. Suedafrika, The
rainbow country And the whole world in one country. Die (auf der einen Seite) Schoenheit dieses Landes hat mich
einfach angezogen. Und die Familie hat einfach einen klasse Eindruck gemacht.

4. Wie gut kommst du mit deiner Au Pair Familie klar?

Bis jetzt kann ich mich wirklich ueber nichts beklagen. Es ist alles bestens. Ich denke, Probleme entstehen dann wenn man nicht genuegend oder richtig Kommuniziert. Das ist hier einfach nicht der Fall. Megan und Marc reden mit mir ueber alles ganz offen. Von Anfang an haben sie mir Dinge erklaert, um Probleme zu vermeiden. Also z.B. bringe bitte keinen Maennerbesuch mit nach Hause usw. Also alles was ihnen wichtig erschien haben sie mir gesagt um Probleme zu vermeiden. Ich denke nur so kann es funktionieren. Megan sagt, sie hat so viele Probleme zu bearbeiten als Seelsorgerin an der Arbeit. Sie moechte zu Hause einen peaceful place haben. Und ich denke, das haben wir ganz gut geregelt. Allerdings denke ich auch, gerade, dass Marc und Megan beide Pfarrer sind, haben sie eine Art an sich die so freundlich ist. Wirklich Liebenswert. Ich koennte mir garnicht vorstellen mit ihnen Streit zu haben.

5. Wie groß ist dein Zimmer? Ist es eher luxeriös oder spärlich eingerichtet?

Wenn ich mich jetzt hier so umschaue wuerde ich sagen mein Zimmer ist sehr luxurioes. Ich habe ein sehr grosses Bett, einen grossen Kleiderschrank, ein eigenes Badezimmer, ein Sofa, ein Schaukelstuhl, Riesengrosse Fenster mit Blick auf Palmen und Aloe Vera Pflanzen, Gitter vor den Fenstern(was sehr lobenswert ist. Denn ohne wuerde man sich sehr unsicher fuehlen) und 3 Lampen, also gemuetliches Licht. Ich finde mein Zimmer sehr schoen. Direkt neben dran ist das Fernsehzimmer. Mal ganz davon abgesehen, dass ich hier kein Fernsehen gucke ist dieser Raum auch mir. Denn die Kinder duerfen sowieso nur ganz wenig gucken und wenn, dann schauen sie bei Marc und Megan im Schlafzimmer. Also ist die einzigste die dort schaut Francis. Und die geht um acht ins Bett. Neben dem Fernsehzimmer, ich muss dazu sagen ich bin im Untergeschoss, sind grosse Glastueren die auf die Terassein den Garten und zum Pool fuehren. Es ist einfah perfekt. Ich fuehle mich sehr wohl in meinen Raeumen. (Ich denke, demnaechst stell ich mal ein paar Bilder von dem Haus, im Blog online).

6. Gab es schon Probleme mit deiner Familie? Wie hast du sie gelöst?

Wie schon gesagt, Problemem gab es wirklich noch garkeine. Alles bestens& .. Oder koennte man es als Probleme bezeichnen, dass Megan immer vergisst Milch zu kaufen und ich deshalb meinen Kaffee Schwarz trinken muss???? :-)

7. Wie viel Au Pair Gehalt bekommst du?

Tja, ich bekomme 1000Rand im Monat. Das sind ca. 100 Euro. Und ganz ehrlich, es ist sehr wenig. Ich meine, da man essen und alles umsonst bekommt steht einem das Geld zur freien Verfuegung. Allerdings, bezahle ich mein Benzin selber, da ich nicht die Aufgabe habe Kinder rumzufahren sondern wirklich nur fuer mich fahre(Ich muss dazu sagen, Marc und Megan bezahlen mir dafuer das Fitnessstudio& )Dann noch das Handy. Was aber nicht so teuer ist. 60 Rand haben mir jetzt fuer 1 und halben Monat gereicht. Ja und dann noch die ganzen Wochenendaktionen. Ich mein nicht das weggehen. Denn das ist eines von den billigen Dingen. Getraenke kosten hier nicht viel. Aber Sehenswuerdigkeiten anschauen usw. Das ist alles sehr teuer. Da es auf die Touristen ausgelegt ist. Und Touris muessen immer viel zahlenJ Also kommt man mit 100 Euro im Monat nicht weit. Die Lohnpreise fuer die verschiedenen Laender findet man uebrigens auch auf der AuPair World Seite. Es ist von Land zu Land verschieden.

8. Wie alt sind die Kinder auf die du aufpasst?

Zoe ist 6 Monate alt. Und es ist meine Aufgabe von Morgens bis Nachmittags nach ihr zu schauen. Caleigh und Tristan sind 6 und 8 Jahre alt. Allerdings muss ich auf die beiden nicht aufpassen. Ich muss nur noch von 14-15 Uhr mit Tristan Deutsch lernen dann hab ich frei.

9. Hattest du Heimweh? Falls ja wie hast du dieses Heimweh verarbeitet?

Das ist jetzt eine gute Frage. Der Abschied, morgens von meinen Freunden und spaeter meiner Familie am Flughafen war wirklich schlimm. Ich war echt nicht gut gelaunt, hab ein Gesicht gezogen wie sieben Tage Regenwetter und es sind viele, viele Traenen gelaufen. Aber als ich dann im Flieger sass, und immer aufgeregter wurde je naeher ich nach Afrika kam umso weniger waren meine Gedanken in Deutschland. Man hat soviel Input die erste Zeit, dass man garnicht an Heimweh denen kann. Also ich zumindest. Jeden Abend rede ich mit meinen liebsten im ICQ und erfahre somit was alles passiert in meinem kleinen Staedtchen.Und ich freue mich einfach auf die Zeit wenn ich wieder zurueck bin. Der Tag des Wiedersehens wird einfach traumhaft schoen und deshalb bin ich nicht traurig, dass ich weg bin sondern gluecklich, dass ich bald wieder zu Hause bin. Immer alles positive sehen!!!!!Denn meine Freunde und Familie laufen ja nicht weg. Sie warten auf michJ(Wen ich aber ganz doll vermisse, derjenige der nicht mit mir ueber ICQ komunizieren kann, aber manchmal in den Telefonhoerer bellt ist mein suesser Schatz Robin(Hund). Den vermiss ich ganz, ganz doll .

10. Wie schnell haben sich deine sprachlichen Fähigkeiten weiterentwickelt?

Megan meint, mein Englisch haette sich seit meiner Ankunft schon ganz viel verbessert. Find ich auch& Es ist toll, jeden Tag lernt man neue Woerter dazu und kann sie dann auch benutzen und das geht wie im Flug. Ich merke sogar, dass ich schon anfange auf Englich zu denken und Traeumen. An meiner Grammatik, fehlt es noch ein wenig, aber das krieg ich auch noch hin. Hauptsache ich kann mich verstaendigen. Und an ein paar Grammatikfehlern stoert sich sicher keiner..

11. Was stört dich am meisten?

Mich stoert am meisten, dass man, wenn es dunkel ist soviel aufpassen muss Also, das man oft Angst hat, wenn man im Auto faehrt und das man wirklich immer ganz aufmerksam und vorsichtig sein muss. Aber das wusste ich schon vorher deswegen kann ich nicht unbedingt behaupten, dass mich das stoert Es ist einfach eine Einschraenkung der Freiheit. Eine Einschraenkung die man in vielen anderen Laendern nun mal nicht hat.

12. Was findest du am schönsten?

Am schoensten finde ich, dass ich von dem Sommer in Deutschland in den Fruehling nach Kapstadt gereist bin und an meiner Abreise wieder in den Sommer nach Deutschland komme. 3 Sommer hintereinander hat ja nicht jeder, ne& ..Ausserdem finde ich schoen das dieses Land so traumhaft ist. Ich meine die Natur, die Pflanzen, und das Meer. Es ist sowieso total schoen, dass ich so nah am Meer wohne. An so einem schoenen Meer& Schoen ist auch, dass ich mich so schoen mit meiner Familie verstehe und alles so toll ist in der Familie.Ich hoffe das waren genug schoene Gruende.

13. Würdest du deiner Au Pair Familie deinen Freunden / Freund/in vorstellen?

Auf jeden Fall. Ich glaube, wenn der Flug nicht so teuer waere, dann wuerden mich auch ganz viele Leute besuchen kommen. Aber meine Schwester kommt auf jeden Fall naechstes Jahr und darauf freue ich mich jetzt schon riesig. Ausserdem kommt im Dezember ein guter Freund von mir. Wir werden dann zusammen Urlaub hier in Suedafrika machen(Vergessen zu erwaehnen. Als Au-Pair hat man 3 Wochen bezahlen Urlaub& )

14. Wieviel Freizeit hast du?

Ich habe sehr viel Freizeit. Meine Arbeitszeiten sind jeden Tag von 08.00-15.00 Uhr. Und in dieser Zeit schlaeft das Baby auch viel und dann kann ich waehrenddessen auch die Zeit fuer mich nutzen. Ausserdem habe ich das komplette Wochenende frei. Dazu kommt auch noch, dass Montags, der freie Tag von mArc und mEgan ist, da sie Sonntags arbeiten. D.h. dass Montags Familientag ist und ich entweder auch frei habe, oder mich an den Familienaktionen beteilige, was immer sehr grossen Spass macht. Also ueber zu viel Arbeit kann ich mich wirklich nicht beklagen.

15. Wie gefallen dir die Essgewohnheiten deines Au Pair Landes? (Schmeckt das Essen & Trinken, wie teuer ist es etc. )

Also, dass essen ist okay. Wenn ich in einem Restaurante esse schmeckt es mir meistens echt gut. Aber, ich esse auch nicht wirklich Suedafrikanisches essen dort Megan kocht oefter mal Lamm, was sehr begehrt ist hier. Ich finde es schmeckt ueberhaupt nicht. Ich kann das nicht essen & .Suesskartoffeln mag ich auch nicht. Straussenfleisch schmeckt mir wiederrum sehr gut und Springbock, eine Spezialitaet in dem Land hab ich bis jetzt noch nicht probiert. Die Suedafrikaner essen sehr viel Fleisch. Und Fleisch ist teuer hier& .Obst und Gemuese dagegen ist wirklich billig. S ist sowieso komisch. Wenn wir essen gehen, haben wir eine Rechnung von 60 Rand oder so. Dafuer haben wir zwei Pizza s gegessen und Getraenke getrunken. Und 60 Rand sind 6 Euro. Wo in Deutschland kann man so billig essen gehen?Aber wiederrum sind 60 Rand viel fuer einen Suedafrikaner Die Relationen sind nun mal ganz anders& ..verschieden& Die Getraenke sind die gleichen wie in Deutschland. Saft, Wasser, Cola & .usw. alles was das Herz begehrt.

Dank dir Eva für das nette Interview.

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